Kim Ruf ist Süddeutscher Meister
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- Erstellt am Samstag, 22. Oktober 2011 01:00
Nach dem Gewinn der Württembergischen Meisterschaft siegte Kim Ruf auch auf den Süddeutschen Meisterschaften der U14 am 22.10.2011 in der Pforzheimer Ludwig-Erhard-Sporthalle und ist somit Süddeutscher MEISTER im 46-kg-Limit!
Für die Judoka der Altersklasse U14 stellt die Süddeutsche Einzelmeisterschaft die höchste Wettkampfebene dar. Hier messen sich die Nachwuchsjudoka der Landesverbände Baden, Bayern und Württemberg. Die Leistungsdichte auf diesen Meisterschaften ist traditionell sehr groß. Das 46-kg-Limit war mit 16 Teilnehmern voll besetzt. Im Auftaktkampf musste die Württembergische Nummer eins Kim Ruf gegen Bayerns Nummer drei vom PSV Bamberg antreten. Der Ulmer dominierte seinen Gegner im Griffkampf und zwang diesen so zu Fehlern. Die so provozierten Fehler nutzte Ruf schnell um in Führung zu gehen. So erzielte er zunächst mit einem Tai-otoshi eine große Wertung (Waza-ari) und legte wenig später mit einem De-ashi-barai und einem zweiten Waza-ari nach. Damit war diese Begehnung vorzeitig entschieden. Im zweiten Kampf traf Kim Ruf auch Friedrich Kuhn (BC Offenburg). Dieser entwickelt seine Gefährlichkeit vor allem durch seine Fußfeger. Zusammen mit seinem Trainer legte sich Ruf aber auch für diesen Gegner die passende Taktik zurecht, ließ die Fußfeger ins Leere gehen und erzielte seinerseits Punkte durch De-ashi-barai (ebenfalls eine Fußfegetechnik). Der Kampf wurde ebenfalls vorzeitig zu Gunsten des Ulmer entschieden. Damit stand Ruf im Halbfinale gegen Julian Michelfeit (TG Schweinfurt), einen sehr guten Judoka, der zuvor vor allem durch seinen guten Uchi-mata aufgefallen war. Gegen diesen Gegner durfte sich Ruf keinen Fehler erlauben und musste die taktischen Vorgaben des Trainers in jeder Sekunde des Kampfes umsetzen. Beiden gelang es fast über die komplette Kampfzeit nicht zu punkten. Bis Ruf kurz vor Schluss seine Taktik umstellte und seinen Gegner damit überraschte. Den so entstandenen Vorteil nutzte Ruf und erzielte mit einem Armhebel einen Ippon (vollen Punkt). Im anschließenden Finale hieß der Gegner Michael Stecher vom TSV München Großhadern. Stecher hatte sich ebenfalls souverän ins Finale vorgekämpft. Ruf dominierte zwar die ersten drei Minuten des Kampfes konnte jedoch keine Wertung erzielen und so ging auch dieser Kampf in die Verlängerung. Dem kräftezehrenden Turnierverlauf war es wohl zu schulden, dass Ruf sich zweimal nicht gegen die Führhand seines Gegners durchsetzen konnte und dieser so seinen optimalen Griff für seine Techniken hatte. So gelang es Stecher zweimal Ruf in Schwierigkeiten zu bringen. Am Ende waren beide ohne Wertung geblieben. Daher mussten die drei Kampfrichter eine Entscheidung treffen. Mit 2:1 entschieden sich die Kampfrichter für den Ulmer als Sieger! Damit stellt der VfL Ulm einen der zehn Titelträger und steuerte eine Medaille zur Medaillenwertung des Württembergischen Judo-Verbandes bei.

