Kim Ruf wird WÜRTTEMBERGISCHER MEISTER

Ulms Judoka haben nach langer Durststrecke endlich wieder einen Württembergischen Meister in ihren Reihen. Kim Ruf siegte im 46-kg-Limit bei den diesjährigen Württembergischen Einzelmeisterschaften der U14 souverän. Bei den Mädchen der U14 erreichte Judith Wagner Platz 5 im52-kg-Limit und verpasste den Bronzerang damit denkbar knapp. Den Kampf um Bronze musste Wagner jedoch verletzungsbedingt aufgeben. Die Trainingspartner Florian Ruppert (40-kg-Limit) und Niklas Palaoro (55-kg-Limit) erreichten die Plätze 12 und 7.

 

 

 

Seit dem sechsten Lebensjahr betreibt Kim Ruf die Sportart Judo. Zur Vorbereitung auf die Württembergischen Meisterschaften trainierte Kim bis zu vier Mal in der Woche. Jetzt hat sich der Trainingsfleiß bezahlt gemacht. Mit Siegen über Leon Hans (JT Steinheim), Lennard Schmid (JZ Heubach) und Valentin Molinari (TSG Backnang) erreichte Kim das Finale im 46-kg-Limit. Mental und Taktisch gut eingestellt kämpfte Ruf couragiert. Nach der Hälfte der Kampfzeit gelang es seinem Gegner Marvin Kurz (JT Steinheim) eine kleine Wertung (Yuko) zu erzielen. Der Kampf war bis dato ausgeglichen gewesen. Aufgrund seiner Reichweitenvorteile konnte Kurz den Ulmer auf Distanz halten, was es für Ruf schwierig machte zu einer Wertung zu kommen. In buchstäblich letzter Sekunde stellte Ruf seine Taktik um und erzielte mit einem O-soto-gari ebenfalls eine Yuko-Wertung. Das rettete ihn in die Verlängerung, das sogenannte „Golden Score“ musste die Entscheidung bringen. Ruf hatte sich mittlerweile gut auf seinen Gegner eingestellt und erzielte diesen goldenen Punkt zum württembergischen Meistertitel.
Einen genauso guten Auftakt legte Judith Wagner (52-kg-Limit) hin. Mit zwei Siegen über Karen Schwab (KSV Esslingen) und Stella Stahl (TSV Leinfelden) stand sie im Halbfinale. Damit war klar, dass die Ulmerin in jedem Fall um eine Medaille mitkämpfen wird. Das Halbfinale bestritt Wagner gegen die Kaderathletin Annika Bräuninger (JT Steinheim), welche diesen Kampf dominierte. Wagner gelang es sich einige Zeit zu behaupten musste schließlich doch den Kampf gegen die spätere Württembergische Meisterin abgeben. Im kleinen Finale um Platz drei traf Wagner auf eine der zwei Trostrundensiegerinnen, Madita Ludwig (JZ Heubach). In diesem Kampf zog sich die in Führung liegende Ulmerin eine Verletzung am Zeh zu, die sie zur Aufgabe zwang. Den anschließenden Kampf um den letzten Qualifikationsplatz konnte sie aufgrund dieser Verletzung ebenfalls nicht bestreiten.
Niklas Palaoro hatte sich in seinem ersten U14 Jahr für die Württembergischen Einzelmeisterschaften qualifiziert und startete Ebenfalls mit einem Sieg in das Turnier. Mit einem Harai-goshi gewann er gegen Peter Gerlach (JZ Heubach). In seiner zweiten Begegnung konnte er sich leider nicht gegen Timo Benzinger (JS Roman Baur) durchsetzten und musste in die Trostrunde. Nach einer Begegnung in der Trostrunde gegen Max Treff (Sportschule Kustusch) war für Palaoro leider schluss. Mit Platz sieben kann der Ulmer Judoka aber mehr als zufrieden sein. Im ersten U14 Jahr hatte er zudem noch die Gewichtsklasse vom 50-kg ins 55-kg-Limit gewechselt und vor allem gegen schwerere Gegner gezeigt, dass in nächster Zeit mit ihm zu rechnen ist.
Auch Florian Ruppert hatte sich in seinem ersten U14 Jahr für die Landesmeisterschaft qualifiziert. Im 40-kg-Limit scheiterte er zwar an seinem ersten Gegner Manuel Haussecker (ASV Möckmühl). Kämpfte sich aber durch einen Sieg in der Trostrunde gegen Christian Rupp (TSG Backnang) wieder zurück. Leider unterlag er im Anschluss Niklas Klaschka (JV Nürtingen) und schied so aus dem Turnier aus. Florian Ruppert kann jedoch auf zwei gute Turniere zurückblicken und so kann als durchaus anspruchsvolles Ziel für das nächste Jahr formuliert werden, die Süddeutschen Meisterschaften zu erreichen.